Otto Brenner Biografie
Otto Brenner und Willy Brandt (1967)

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Zeitzeugen

Eugen Loderer (2. Vorsitzender der IG Metall) am 20. April 1972:

„Es war seine Leistung, seine einmalige menschliche und gewerkschaftliche Leistung, auf der seine Bedeutung wie sein Erfolg beruhen. […] Fleiß und Gewissenhaftigkeit im Kleinen wie im Großen, haben ihn zeit seines Lebens vor allem anderen ausgezeichnet. […] In seiner Person hatte die Idee der Befreiung des arbeitenden Menschen aus den Fesseln materieller und geistiger Abhängigkeit Gestalt angenommen (…).“

Willy Brandt  (Bundeskanzler) am 20. April 1972:

„Otto Brenner gehörte zu den Männern der ersten Stunde. Nach dem Krieg war er gleich zur Stelle, als es darum ging, die für eine demokratische Ordnung unverzichtbare freie und unabhängige Gewerkschaftsbewegung aufbauen zu helfen. […] Dabei blieb er als einer der (…) einflussreichsten Männer dieses Landes ein Beispiel an Bescheidenheit. In seinem Tun und Lassen blieb er denen ganz nahe, die er unmittelbar zu vertreten hatte; in seinem Denken und Trachten war er bei denen, die der Hilfe bedürfen. Bei der Durchsetzung seiner Ziele blieb er zäh und grundsatztreu, aber er hatte nichts von einem sturen Dogmatiker.“

„Otto Brenner wird in die Geschichte eingehen als einer der großen Gewerkschaftsführer unseres Landes. Sein Mühen um mehr Gerechtigkeit, mehr Freiheit und mehr Solidarität soll uns Vermächtnis sein und Ansporn zugleich.“

Albert Osswald (Hessischer Ministerpräsident) am 20. April 1972:

„Dieser Mann, der die Dinge stets beim Namen nannte und nie zum Mittel verbaler Beschönigung griff, war in all seinen Worten und Taten zutiefst von dem Bewusstsein geprägt, dass sich nachdrückliches gesellschaftliches Engagement und Verpflichtung für das allgemeine Wohl einander nicht ausschließen.

Heinz Oskar Vetter: (Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes) am 20. April 1972:

„Seine Lebensarbeit ist ein Beweis für die gesellschaftsformende Kraft einer Persönlichkeit, die sich der kollegialen Zusammenarbeit nie entzog. Wer die Willensstärke und die Furchtlosigkeit in der Erfüllung seiner Aufgaben bis in seine letzten Tage hinein miterlebt hat, wusste, dass diese Charakterzüge mit anderen, geradezu schicksalhaft gewachsene Eigenschaften sich in Otto Brenner zu einer seltenen Vollkommenheit zusammengefunden haben.“

Walter Hesselbach (Vorstandsvorsitzender der Bank für Gemeinwesen) am 20. April 1972:

„Wie wenige verstand er es, mit der Kraft des Wortes und der Klarheit des Gedankens Menschen zu überzeugen. Dabei war er kein Mann der leichten Konversation. Alles, was er tat und sprach, bereitete er sorgfältig vor. Dabei dachte er, wie er sprach. Ohne Winkelzüge und Ausflüchte. […] Selten habe ich eine solche Einheit von Gesinnung und eigener Lebensführung erlebt.“

Peter von Oertzen (Politologe/SPD Mitglied) zum 60. Geburtstag:

„Otto Brenner gehört zu denen, die die Brücke über den Abgrund der faschistischen Herrschaft geschlagen und die besten Überlieferungen der deutschen Arbeiterbewegung in die Gegenwart hinübergerettet haben.“